Bestehen besondere Risiken?
Die Risiken einer Implantat-Operation sind insgesamt gering und entsprechen den allgemeinen Operationsrisiken. Wundschmerz und Schwellung sind meist gering ausgeprägt, die Möglichkeit einer Nachblutung besteht immer, ist jedoch selten stärker.
Über eventuelle spezielle Risiken bei den jeweiligen Implantationen, z.B. durch besondere anatomische Situationen, klären wir Sie in einem individuellen Gespräch auf.
Gibt es eine Altersgrenze?
Eine Altersgrenze besteht nicht nach oben sondern nach unten. Wenn keine schweren Allgemeinerkrankungen vorliegen, kann eine Implantation auch im hohen Alter durchgeführt werden.
Implantate sollen allerdings nicht in wachsenden Knochen gesetzt werden, da an diesen Stellen kein Wachstum mehr stattfinden würde. Damit ergibt sich ein Mindestalter von 17-18 Jahren.
Kann jeder Implantate bekommen?
Für die meisten Menschen kann durch implantatgetragenen Zahnersatz die Lebensqualität spürbar erhöht werden.
Implantate können nicht im wachsenden Knochen gesetzt werden, da an diesen Stellen kein Wachstum mehr stattfinden würde. Damit ergibt sich ein Mindestalter von 17-18 Jahren.
Bei wenigen Ausnahmen (Tumorerkrankung mit Behandlung durch bestimmte Medikamente oder Bestrahlung des Kieferknochens) ist eine Implantatversorgung erst nach einer Wartezeit von ein bis zwei Jahren möglich.
Faktoren welche die Langzeitprognose von Implantaten negativ beeinflussen sind: starkes Rauchen, schlechte Mundhygiene und schwere Parodontose.
Wenn lokal zu wenig Knochen zur Aufnahme des Implantates vorhanden ist, kann dieser in vielen Fällen wieder aufgebaut werden (Knochenaugmentation).
Was entstehen für Kosten?
Jeder Patient benötigt einen an seine Mundsituation angepassten Zahnersatz, wobei auch mehrere Zahnimplantate zum Einsatz kommen können. Weiterhin kann es in bestimmten Fällen nötig sein, Knochen aufzubauen oder die Schleimhautverhältnisse zu verbessern.
Aus diesem Grund lassen sich keine allgemein gültigen Richtwerte für die anfallenden Kosten nennen. Wir werden Ihnen jedoch nach eingehender Beratung einen persönlichen Behandlungs- und Kostenplan anfertigen.
Da in aller Regel die prothetische Versorgung der Implantate durch uns erfolgt, können wir zu diesem Kostenanteil und zur Höhe des Festzuschusses (wenn Sie gesetzlich versichert sind) klare Auskünfte erteilen. Damit umfasst unser Kostenvoranschlag den gesamten chirurgischen Anteil und den Umfang der prothetischen Kosten.
Der Vergleich der kurz- und langfristig entstehenden Kosten ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Zahnersatzes. Obwohl mit größeren Anfangsinvestitionen verbunden, können Zahnimplantate auf lange Sicht betrachtet in vielen Fällen eine kostengünstigere Lösung bieten.
Was versteht man unter Knochenaufbau?
Ein Implantat muss vollständig von Knochen umgeben sein. Oft ist der Knochen vor allem nach längerem Fehlen der eigenen Zähne oder starker Entzündung des verloren gegangenen Zahnes deutlich abgebaut. In solchen Fällen kann eine Versorgung mit Implantaten nur in Verbindung mit einem Knochenaufbau erfolgen.
Als Material kann eigener Knochen aus der Umgebung des Implantates ebenso verwendet werden wie natürliche Knochenersatzmaterialien (z.B. Bio-Oss®, Bio-Gide®, Cerasorb® oder Straumann® BoneCeramic). Oft muss der aufgebaute Knochen mit einer Schutzfolie – einer Membran – abgedeckt werden, damit ein sehr gutes Einheilen gewährleistet werden kann.
Es gibt verschiedene Techniken zum Knochenaufbau (laterale Augmentation, offener und geschlossener Sinuslift, Nervverlagerung). Ob und welche Maßnahmen bei Ihnen nötig sind, erläutern wir Ihnen im individuellen Beratungsgespräch0.
Wie lange hält ein Implantat?
Nach Auswertung vieler Implantatversorgungen liegt die Erfolgsrate bei über 90%. Eine Erfolgsgarantie kann nicht gegeben werden, allerdings ist die Langzeitprognose nachweislich besser als bei konventionellem Zahnersatz.
Voraussetzung für einen stabilen Langzeiterfolg sind neben der sorgfältigen Planung des chirurgischen Eingriffes und der folgenden prothetischen Versorgung auch die Beachtung bzw. Schaffung stabiler Schleimhautverhältnisse. Bei guter häuslicher Mundhygiene und regelmäßiger Kontrolle beim Zahnarzt in Verbindung mit professioneller Zahnreinigung kann ein Implantat ein Leben lang seinen Dienst versehen.
Da wir wichtige Prinzipien beachten und bestrebt sind, dem Patienten wichtige Informationen über die Voraussetzungen für einen Langzeiterfolg an die Hand zu geben, sind wir uns der Implantatprothetik so sicher, dass wir für unsere Implantate eine 5–Jahres–Garantie gewähren. Voraussetzung ist lediglich eine jährliche Kontrolle in unserer Praxis sowie eine halbjährliche professionelle Zahnreinigung.